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24. April 2026

Polyneuropahtie: Hilfen aus der Naturheilkunde

Eine Polyneuropathie betrifft das periphere Nervensystem, die Nerven ausserhalb von Gehirn und Rückenmark. Dabei kommt es zu Funktionsstörungen oder Schädigungen der Myelinschicht (Isolationsschicht der Nerven). Dadurch entstehen Symptome wie Kribbeln, Taubheitsgefühle, Brennen oder Schmerzen. Diese treten zuerst meist an den Füssen auf, später auch an den Händen. Auch Muskelschwäche, Unsicherheit beim Gehen sowie eine verminderte Wahrnehmung von Temperatur und Berührung können die Folge sein. Häufige Ursachen sind beispielsweise Diabetes, Alkoholmissbrauch, Vitaminmangel, bestimmte Medikamente oder chronische Entzündungen. Manchmal bleibt die Ursache jedoch unklar.

Sie können viel für sich tun

Was kann ich präventiv und auch therapeutisch bei Polyneuropathie tun, um die Nerven zu stärken, zu schützen und vielleicht sogar zu revitalisieren? Sie finden hier aus verschiedenen Quellen eine ausführliche Liste von Massnahmen, die sich in Studien, im klinischen Alltag oder bei Anwendern bewährt haben. Hilfe ist auch im fortgeschrittenen Alter noch möglich, hier ein Beispiel, das wir kürzlich erlebt haben.

Kann wieder schlafen, die Schmerzen verschwinden

Die Polyneuropathie hat mir den Schlaf geraubt. Ich hatte häufig Schmerzen, gerade in den Beinen. Dann fand ich eine Lösung für mich: Nebst dem Fitnessdrink (Rezept siehe zweite grüne Box) mit Omega-3-Fischöl reibe ich meine Füsse und Beine bis zu den Knien täglich mit Johanniskrautöl ein. Mein Mann betet für mich. Seither weckt mich die Krankheit nicht mehr die ganze Zeit und die Schmerzen gehen weg.

Katrin Friedli, Oberaargau

Vitalstofftherapie | Mikronährstoffe

Bei den orthomolekularen Massnahmen geht es darum, chronische Entzündungen einzudämmen und die Nerven gezielt zu ernähren, zu stärken und Schmerzen zu lindern.

 

  • Fitnessdrink mit Kurkuma, Sonnenblumen-Lecithin und Omega-3-Fetten aus dem Fischöl, Vitamin D3 und dem B-Komplex Pulver. Rezept siehe grüne Box unten.
    Diese Vitalstoffe dienen alle zur Stärkung der Nerven, sie hemmen Entzündungen und senken den oxidativen Stress in den Zellen. Der Fitnessdrink steckt voller Antioxidantien und liefert wichtige Nährstoffe für die Nervenzellen. 
    Nota bene: Sie können diese Zutaten natürlich auch einzeln nehmen. Wir finden einfach die Kombination optimal, sie wirkt synergetisch.
     
Fitnessdrink – Vitalstofftherapie und Mikronährstoffe
  • Nehmen Sie hochwertige OPC-Kapseln ein, 3 Kapseln pro Tag
     
  • Vitamin C: 1-2 Gramm pro Tag, zB von Vitamin C retard oder 3x 2 EL Sanddornsaft.
     
  • Dr. med. Heinz Lüscher empfiehlt bei dieser Erkrankung die Einnahme von mind. 2400 ug Vitamin D3. Hier erfahren Sie, ab wann Sie Vitamin K2 zu Vitamin D3 dazu nehmen sollten. Vitamin-D3-Tropfen können Sie sehr gut ihrem Fitnessdrink beifügen.
     
  • Selen, Zink, je nachdem noch Vitamin E.
     
  • Magnesium oral eingenommen beruhigt die Nerven. Alternativ könnten Sie abends Magnesiumspray (Magnesiumöl) auf die Beine und rund ums Herz sprühen, das beruhigt die Nerven.
     
  • Alpha-Liponsäure ALA bessert das Kribbeln und die Taubheit. Es wirkt als starkes Antioxidans und schützt das zentrale Nervensystem. ALA findet man in Spinat, Brokkoli, Tomaten und Innereien. Oder man nimmt es als Kapsel zu sich.
     
  • 60% der Diabetiker leiden unter die Polyneuropathie. Laut einer Studie verbessert eine Therapie mit Q10 (mind. 12 Wochen, 400 mg) die Nervenleitungsparameter und reduziert den oxidativen Stress, ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Die Patienten haben 400mg Ubiquinon genommen. 
    Hinweis: Wir würden eher das aktive Q10, Ubiquinol nehmen, dafür weniger und mit Fitnessdrink und OPC ergänzen.
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Fitnessdrink für Nerven und Hirn

1 EL Fischöl oder Algenöl

1 KL Kurkumapulver mit Pfeffer

1 KL Lecithinpulver aus Sonnenblumen-Lecithin

1 g Buchweizen B-Komplex, Pulver

3 bis 4 Tropfen Vitamin D3 Tropfen 

1 dl Wasser und wenig Multivitami- oder Gemüsesaft dazu geben

Anleitung 

Das Omega-3-Öl und die Pulver miteinander verrühren. Erst danach Wasser/Saft dazugeben und gut schütteln.
Unmittelbar vor einer Mahlzeit trinken und dann essen. 

Naturheilkunde, Aromatherapie und Lifestyle

Hier eine Auswahl von bewährten Tipps, wie Sie Ihre Nerven entspannen können und welche Bewegungsarten ideal sind für Menschen mit Polyneuropathie. Was therapeutisch hilft, ist auch zur Prävention geeignet.

Frau atmet durch – Prävention und zu sich sorge tragen.
  • Massieren Sie Ihre Beine täglich 2x mit Johanniskrautöl ein. Am Morgen ein Esslöffel mit zB 1-3 Tropfen Pfefferminzöl (fördert Durchblutung, wirkt kühlend) oder Rosengereanie (beruhigt, stärkt) ergänzen, am Abend sind 1-4 Tropfen Lavendelöl zur Beruhigung eine optimale Ergänzung zum Johanniskrautöl.
     
  • Gönnen Sie sich abends vor dem Schlafengehen ein warmes Fussbad mit Meersalz – das lindert Stress und wärmt den Körper.
     
  • Sorgen Sie immer wieder für Entspannung und Erholung. Anhaltender Stress erhöht die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin dauerhaft, das kann sich nervenschädigend auswirken. Planen Sie bewusst Pausen in Ihren Alltag ein, hören Sie klassische Musik oder entspannten Sie sich mit der Vagus-Meditation (wissenschaftlich einfach erklärbar) oder mit der Muskelentspannung nach Jacobsen.
     
  • Tägliche Bewegung: Wandern, Nordic Walking, Aquajogging, Wassergymnastik, Radfahren, Gartenarbeiten oder Schwimmen tun einfach gut.
     
  • Kneipp-Anwendungen: In der Dusche können Sie kalte und warme Güsse im Wechsel geniesse. Oder versuchen Sie es mit einem kalten Fussbad, mit Wassertreten oder Saunabesuch. Wichtig: Schätzen Sie Ihre eigene Belastbarkeit sorgfältig ab und sorgen Sie dafür, dass Sie nach Kneipp-Anwendungen wieder warme Füsse kriegen.
     
  • Entgiften Sie Ihren Körper mittels Schröpfen, Blutegel, anderen Ausleitverfahren oder einer Fastenzeit: Hier finden viele Informationen von Profis über Fasten. Oder Sie gönnen Ihrem Körper eine Detox und Entgiftungszeit. Hier eine Anleitung in 7 Schritten.
     
  • Rotlichttherapie bessert die Schmerzen und Nervenleitgeschwindigkeit.
     
  • Äusserliche Anwendung einer Chilisalbe mit 8% Capsaicin kann helfen.
     
  • Nehmen Sie zur Prävention Nachtkerzenöl ein. Diabetiker sollten das in Betracht ziehen.
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Ernährungstherapie

Der griechische Arzt Hippokrates war einer der bedeutendsten Ärzte in der Antike. In seiner Schrift Corpus Hippocraticum finden wir folgende zwei Aussagen: „Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung.“ und „Wir leben nicht um zu essen, sondern wir essen, um zu leben“. Diese Aussagen gelten auch für Menschen, die unter Polyneuropathie leiden oder als Risikopatienten gelten. Hier die wichtigsten entzündungshemmenden und nervenstärkenden Massnahmen.

 

Vorbereiten von einem Salat in der Küche
  • Essen Sie reichlich Gemüse, Salat, Wildkräuter und Beeren. Mehrheitlich eine pflanzliche Vitalkost geniessen. 
     
  • Rohkost ist eine wunderbare Schutz- und Heilkost für viele Leiden, warum nicht mal eine Zeit 80 bis 100% Rohkost geniessen, mehrheitlich Gemüse, Salate und Beeren angereichert mit Sprossen, Nüssen und hochwertigen Ölen. Der Sommer und Herbst eignen sich dafür wunderbar. Hier finden Sie einfache, schmackhafte und gesunde Rezepte von Ingeborg Burger-Günter.
     
  • Bereiten Sie regelmässig omega-3-haltigen Kaltwasserfische zu oder supplementieren Sie täglich Omega-3 aus einer marinen Quelle: Fisch-, Krill oder Algenöl. Optimal passt Fischöl in den Fitnessdrink. Vielleicht könnten Sie zusätzlich noch 1-2 Teelöffel nehmen, als Nervenfutter.
     
  • Auf Zucker und Alkohol verzichten und den Konsum von süssem Obst reduzieren. Stattdessen bei Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Erdbeeren zugreifen und sich daran freuen.
     
  • Ungesüsste Getränke wie basische Kräutertees, BIO Grüntee oder Wasser bevorzugt trinken.
     
  • Sorgen Sie für einen stabilen Blutzucker: Die häufigste Form von Polyneuropathie ist oft auf mangelnde Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern zurückzuführen. Genügend Ballaststoffe aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Gemüse helfen den Blutzucker stabil zu halten.

Quellen

 

Michael Burger
Michael Burger

Michael Burger ist Experte für ganzheitliche Gesundheit. Er hat über 30 Jahre Erfahrung als Autor, Referent und Seminarleiter rund um Trendthemen wie Entspannung, Ernährung, Naturheilkunde und Prävention für Zivilisationserkrankungen.

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